Die „Otto Kieninger Stiftung“ wurde 2019 gegründet, um bedürftige Personen zu unterstützen und vor allem jungen Menschen in Ihrer Entwicklung und Ausbildung zu fördern. Dies soll durch gezielte Maßnahmen zur Linderung von Hunger und Not, insbesondere in der drittel Welt, erreicht werden. Da dies vorrangig durch Bildung und Ausbildung erreicht werden kann, fördern wir verstärkt die Ausbildung in Mosambik, einem der ärmsten Länder der Welt. Durch den Bau und Unterhalt von Schulen wollen wir diesen Menschen zu Bildung verhelfen und ihnen eine bessere Lebensgrundlage verschaffen, die es Ihnen ermöglicht, ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten zu können. Es ist eine Hilfe zur Selbsthilfe, die es den Menschen in diesem afrikanischen Land ermöglicht, sich im eigenen Land selbst zu versorgen.

Don Boskoo
Die Kinder in Mosambik, insbesondere in ländlichen Gegenden, haben kaum Zugang zu den Schulen. Um in eine Schule zu gelangen, müssen sie oft täglich viele Kilometer laufen. Darüber hinaus ist die Amtssprache, in der unterrichtet wird, portugiesisch. In Mosambik werden über 40 Sprachen gesprochen. Viele Kinder verstehen die Amtssprache nicht. Sie können damit dem Unterricht nicht folgen und bleiben deshalb der Schule fern. Daher ist die Analphabetenquote sehr hoch.
Wir haben im Jahr 2020 einen Vorschulkindergarten errichtet, der 2021 fertiggestellt werden konnte. In diesem Vorschulkindergarten werden 100 Kinder aus armen Familien unterrichtet. Die Kinder lernen die portugiesische Sprache sowie Rechnen, Lesen, Spielen, Ethik, Verantwortungsbewusstseins und Pflichtgefühl und damit wesentliche Voraussetzungen für ein besseres Leben. Die Gehälter für die Ausbildungskräfte, Köchin, Wächter sowie täglich ein warmes Essen für die Kinder und den laufenden Unterhalt werden ebenfalls von der Stiftung bezahlt.
Im Jahr 2020 wurde gleichzeitig eine Grundschule mit zwei Klassenzimmern und einem Sekretariat errichtet, die ebenfalls 2021 fertiggestellt wurde. Damit können die Kinder am gleichen Ort von der Vorschule in die Grundschule wechseln. Die in massivbauweise errichteten Klassenräume sind mit Schulbänken ausgestattet.
Neben dem neuerrichteten Grundschulgebäude befindet sich die ursprüngliche Grundschule. In dem Gebäude werden 5 Klassen unterrichtet. Das Gebäude besteht aus einfachem Wellblech. Es gibt keine Türen und keine Fenster. Die Blechhütte schütz lediglich vor Sonneneinstrahlung und teilweise vor Wind und Regen. Die Klassenräume haben keinen festen Boden und es gibt weder Tische noch Bänke. Die Kinder sitzen während dem Unterricht auf dem Boden.
Mit dem Bau der ersten Sekundarschule wurde 2022 begonnen. Sie konnte im Januar 2023 fertiggestellt werden. Der Schulbetrieb wurde zum Schuljahresbeginn im Februar 2023 aufgenommen. Die offizielle Einweihung ist im April im Beisein von Otto und Inge Kieninger erfolgt. Damit ist die Voraussetzung für den Besuch der Schule bis zur 9. Klasse geschaffen worden.
Im Anschluss an die Fertigstellung der ersten Sekundarschule wurde gleich mit dem Bau einer weiteren Sekundarschule begonnen. Nach relativ kurzer Bauzeit wurde dieses weitere Schulgebäude Ende Oktober 2023 fertiggestellt. Zusammen mit dem Oberbürgermeister von Vilankuo hat Otto Kieninger, Vorstandsvorsitzender der gleichnamigen Stiftung die Schule am 25. Oktober eingeweiht.
Bereits im Herbst 2023 hat die Otto Kieninger Stiftung eine von der Gemeinde im Rohbau erstellte Schule in Maguiguana, im Distrikt Chibuto saniert und fertiggestellt.
Bild oben: Rohbau der von der Gemeinde erstellte Sekundarschule
Bild unten: Sekundarschule nach Fertigstellung durch die Stiftung.
Parallel zur Fertigstellung der vorgenannten Schule hat die Stiftung ein weiteres Schulgebäude am gleichen Standort dazu gebaut. Damit können die Kinder an diesem Standort bis zur 12. Klasse unterrichtet werden. Im Zweischichtbetrieb werden hier über 1.000 Kinder unterrichtet.
Zur Einweihung der beiden Schulen am 30. April 2024 waren neben dem Stifter die Stiftungsräte Peter Weber und Andreas Maile anwesend.
Der im November 2024 begonnene Neubau der „Inge Kieninger-Schule“ in Morrumbene konnte 2025 erfolgreich fertiggestellt werden. Neben dem Neubau eines Schulgebäudes mit drei Klassenzimmern umfasste das Projekt eine Brunnenbohrung zur Wasserversorgung sowie die Errichtung einer Solaranlage zum Betrieb der Wasserpumpe. Darüber hinaus wurden Sanitäranlagen und ein Fußballplatz gebaut. Mit dem zusätzlichen Bau eines Fußballplatzes wird dem persönlichen Interesse der Namensgeberin gewürdigt.
Die feierliche Eröffnung der Schule fand im November 2025 statt. Neben Otto Kieninger nahm auch der Gouverneur der Provinz Inhambane an der Eröffnungsfeier teil.
Da Inge Kieninger fußballbegeistert war, wurde zusätzlich ein Sportplatz, der „Inge Kieninger-Sportplatz“, errichtet. Im Rahmen der Eröffnungsfeier fand dort auch ein Fußballturnier statt. Die Sieger wurden mit einem Pokal und Medaillen ausgezeichnet
Wie üblich wurde auch bei der Einweihung dieser Schule ein Baum gepflanzt. Da die Schule aufgrund der wachsenden Schülerzahl dringend ein weiteres Schulgebäude benötigt, wurde im Rahmen der Feierlichkeiten auch gleich der Grundstein für dieses Gebäude gelegt.
Das neue Schulgebäude mit drei Klassenzimmern wurde im Mai 2026 fertiggestellt und am 6. Mai 2026 im Beisein des Stiftungsgründers Otto Kieninger feierlich eingeweiht.
Leider verstarb der Schulleiter wenige Tage vor der Einweihung im Alter von nur 49 Jahren völlig unerwartet. In seiner Ansprache erwähnte Otto Kieninger, dass Inge und der Schulleiter sicherlich von oben zusehen und sich über die neue Schule freuen würden. Diese Worte wurden mit großem Beifall aufgenommen.
An der Einweihungsfeier nahmen neben den Schulkindern und Dorfbewohnern auch die stellvertretende Schulleiterin und der Dorfälteste teil.
Es ist eine wahre Freude zu erleben, mit welchem Engagement die Kinder die Schule besuchen und wie sie bei den Besuchen ihre Dankbarkeit zum Ausdruck bringen.
Das Gebiet am Indischen Ozean wird immer wieder von tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. So kam es Anfang dieses Jahres zu erheblichen Überschwemmungen, durch die ganze Siedlungsbereiche umgesiedelt werden mussten.
Glücklicherweise war nur eine unserer inzwischen sieben Schulen betroffen. Die erst 2024 neu errichtete Schule stand bis zu 1,30 Meter unter Wasser. Bereits im Frühjahr haben wir die umfangreichen Sanierungsarbeiten mit erheblichem finanziellem Aufwand durchführen lassen, sodass ich bei meinem letzten Besuch die Schule wieder in einem sehr gepflegten Zustand vorfinden konnte.
Wir möchten Kindern die Möglichkeit bieten, sie in unseren Bildungseinrichtungen vom Kindergarten bis zum Abschluss einer Berufsausbildung zu begleiten. Deshalb beschäftigen wir uns derzeit mit der Errichtung eines Ausbildungszentrums.
Auf einem von der Stadt Vilankulos zur Verfügung gestellten Gelände steht bereits ein von einem Freund errichtetes Bildungszentrum für Heil- und Pflegeberufe, in dem seit diesem Jahr unterrichtet wird. Eine weitere Einrichtung für die Ausbildung im Bereich Hotel und Touristik befindet sich derzeit im Bau und soll im November 2025 eingeweiht werden. Der Unterricht an dieser Berufsschule wird voraussichtlich im darauffolgenden Jahr aufgenommen.
Wir möchten den Bildungscampus um eine weitere Berufsschule mit Werkstätten für die Bereiche Mechanik, Schweißen, Kraftfahrzeugmechanik und Mechatronik, Kfz-Elektrik sowie Klima- und Kältetechnik erweitern.
Dabei handelt es sich um ein größeres Projekt, für das neben Unterrichtsräumen und Werkstätten auch Maschinen und Geräte benötigt werden. Die Umsetzung ist für die Jahre 2027 bis 2028 geplant.
Neben diesen umfangreichen Projekten in Mosambik sind wir aktuell dabei, ein Gemeindezentrum in Indien zu errichten. Dort sollen insbesondere Kinder aus der vierten Kaste, die bislang kaum Chancen auf eine gute Bildung haben, unterrichtet werden. Darüber hinaus soll das Zentrum auch Möglichkeiten zur Erwachsenenbildung bieten.
Nach derzeitiger Planung gehen wir davon aus, dass das Gemeindezentrum im zweiten Halbjahr 2027 eingeweiht werden kann.
Die Finanzierung erfolgt in erster Linie aus den Erträgen des durch den Stifter eingebrachten Grundstockvermögens.
Auf Grund des Umfangs der Unterstützungsmaßnahmen ist die Stiftung darüber hinaus auf Spenden angewiesen.










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